Sind die Apokryphen kanonisch?
Angus Stewart
Der Protestantismus und der Römisch Katholizismus
sind sich bezüglich des Kanons des Neuen Testaments (N.T.) einig, aber
der Römisch Katholizismus anders als der Protestantismus schliesst die
Apokryphen (Tobit, I und II Makkabäer, Judith usw.) im Kanon des Alten
Testaments (A.T.) ein.
Der Apostel Paulus erklärt, dass zur jüdischen
Kirche des A.T. "anvertraut" wurde, "was Gott geredet
hat" (Rom. 3:2). Diese hat niemals die Apokyphen als kanonisch
betrachtet. Wenn die Apokyrphen "inspiriert" wären, wie Rom
behauptet (Katechismus der Katholische Kirche, Absatz 120, 138),
hätten Christus und seine Apostel (die die Juden wegen ihrer Sünden
der Doktrin und im Leben treu tadelten) es sicherlich nicht versäumt,
sie zu rügen. Anstatt dessen unterschrieb Christus ihren Kanon mit der
dreifacher Unterteilung: "dem Gesetz des Mose," "den
Propheten" und "den Psalmen" (Luk. 24:44).
Die Apokryphen wurden später als die A.T. Bücher,
nach dem letzten der Propheten des A.T.; und auf Griechisch, nicht auf
Hebräisch, die Sprache des A.T., geschrieben. Zudem erklären sie sich
durch ihren Stil und Thema, dass Sie lediglich von Menschen und nicht
von Gott verfasst wurden. Zum Beispiel endet II Makabäer mit diesen
Worten: "Und wenn ich gut und zur Sache in meiner Geschichte
geschrieben habe; dies habe ich selbst gewünscht. Und wenn nur gemein
und mittelmässig; dies ist alles, was ich schaffen konnte"
(15:38). Kaum die Worte eines inspirierten Schriftstellers!
Römisch katholischer Apologet Patrick McCafferty
behauptet, dass Tobit 4:15 ("was du hasst, das tue niemandem")
ist von Christus in Matthäus 7:12 ("Alles nun, was ihr wollt, dass
euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch;" cf. Lukas 6:31)
"zitiert" worden. Erstens ist dies kaum ein Zitat und ist
sicherlich nicht wortwörtlich. Merken Sie mal den Unterschied in der
Länge der zwei Zitate und, dass, wo Tobit negativ ist (er sagt uns, was
wir nicht tun sollten), der Befehl Christi positiv ist (er sagt uns, was
wir tun müssen). Zweitens gibt uns Christus nicht zu verstehen, dass es
sich um ein Zitat handelt, es sei aus Tobit oder anderswoher. Drittens
ist das Zitat eines Abschnittes selbst kein Beweis, dass ein Buch
kanonisch ist, denn das NT zitiert sogar heidnische Schreiben: Aratus,
Menander und Epimenedes (Apostlg. 17:28; I Cor. 15:33; Titus 1:12).
Darüber hinaus enthält Tobit Irrtümer und
Aberglaube, die mit dem offenbarten Wort Gottes unvereinbar sind.
Raphael, ein heiliger Engel (12:15) lügt, dass er Azariah, Sohn Ananias
(5:12) sei. Der Engel gibt magische Anweisungen, um ein Dämon durch den
Rauch einer Fischleber und eines Fischherzen (6:7) wegzutreiben. Dies
ist im Gegensatz zu Christus ("Aber diese Art fährt nur aus
durch Beten und Fasten;" Matt. 7:21).
Die Ausgeatmete Schrift des A.T. und N.T. allein
stellt den Test aller Traditionen und Doktrine (Apostlg. 17:11; I Joh.
4:1) dar. An der treuen Auslegung und Anwendung des Wort Gottes (der
apostolischen Tradition) in der wahren Kirche muss festgehalten werden,
wie diese in den frühen ökomenischen und Reformierten
Glaubensbekenntnissen zusammengefasst ist (II Thess. 2:15). Jene
Tradtion (einschliesslich der Römisch Katholischer Tradition), die
lediglich "Menschengebote" und "Menschen Satzungen"
ist, die "Gottes Wort aufhebt" (Mark. 7:7, 13) muss
zurückgewiesen werden. Die wahre Kirche führt der Welt die Wahrheit
Christi vor, indem sie die Dokrine ausgeatmeter Schrift allein
verkündet und verteidigt, und auf diese Weise "Pfeliler und
Grundfeste der Wahrheit ist" (I Tim 3:15).
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